XingWuDao BaGuaZhang

 

 

 

 

 

 

 

Ba Gua in München – Tai Ji in München – Qi Gong in München

Daoismus (Taoismus)

 

...so eben mal hingeworfen...

 

Die Ursprünge der daoistischen Lehre liegen im geschichtlichen Dunkel verborgen.

In dem, was Wissenschaftler heute Daoismus nennen fließen viele Vorstellungen und Wissen zusammen, das in China zur Zeit der Zhou-Dynastie (1040–256 v. Chr.) verbreitet war,aber auch zu dieser Zeit erst in die zum Teil heute noch bekannten Formen gegossen wurde. Dazu gehören weite Teile der Kosmologie, allen voran das Konzept des DAO, dann aber auch die Lehre vom QI (Energie), YIN und YANG, die Dreiheiten Himmel - Mensch - Erde, oder SHEN - QI – JING, die Fünf Wandlungsphasen und das Yijing (I Ging), aber auch die Tradition der Körper- und Geisteskultivierung, mittels deren mit Atemkontrolle und QiGong oder zumindest ähnlichen Körperübungen, Meditation, Visualisation und Imagination, Alchemie und magischen Techniken Unsterblichkeit erreicht werden wollte. Die Suche nach Unsterblichkeit, ein zentrales Thema des Daoismus, geht wahrscheinlich auf sehr alte Glaubensinhalte zurück, denn die Xian, die Unsterblichen, haben möglicherweise schon in der Shang-Zeit im 2. Jahrtausend v. Chr. existiert, oder sogar schon lange davor...

 

Historisch nachweisbar ist der Daoismus ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. als sowohl LaoZi (Laotse) die 81 Aphorismen des DaoDeJing (TaoTeKing) niederschrieb, als auch ZhuangZi „Das wahre Buch vom südlichen Blütenland“.

Die Gestalt von LaoZi paßt interessanterweise sehr treffend zur Natur des DAO. Denn nicht nur soll er im 6. Jahrhundert v. Chr. gelebt haben und sein Werk, den DaoDeJing im 4. Jahrhundert geschrieben haben, zu allem Überfluß wird historisch seine Existenz mehr und mehr überhaupt angezweifelt. Doch hat er trotz allem eine erstaunlich authentische Persönlichkeit entwickelt für jemanden, der vielleicht nie existiert hat und war (nicht-existierend) in der Lage eines der essentiellsten Werke mystischer Literatur der Welt zu hinterlassen. So hat sich doch anscheinend das alles umfassende und alles durchdringende DAO, das ja, wie gesagt wird, existiert und auch nicht-existiert seinen Propheten trefflich ausgesucht und dafür gesorgt, daß er desgleichen auf eine Art existiert und nicht-existiert (hat).

ZhuangZi ist etwas diesseitiger und faßbarer. Auf ihn geht das Ideal des ZhenRen, des wahren Menschen, des daoistischen Erleuchteten zurück, ein Mensch, der in allem dem DAO folgt und gleichsam mit ihm verschmolzen ist, das heißt ausschließlich dem Bedarf des jeweiligen Augenblicks folgt.

Im Laufe seiner Geschichte hat der Daoismus eine fast unüberschaubare Vielzahl von Einflüssen aufgenommen. Er vereint mystische, religiöse und philosophische Elemente. Neben uralten schamanischen und animistischen Inhalten in seiner Frühzeit, über die bis heute andauernde gegenseitige, oft konfliktgeladene Beeinflussung mit Konfuzianismus und Buddhismus, über Inhalte von Volksglauben und -aberglauben bis hin zu seinen fröhlich-bunten Variationen im modernen Quantenrelationalen Hippie-Zen-Daoismus.

 

Man mag zu allen diesen Spielarten stehen wie man will. Das DAO wird davon nicht berührt. Es bringt sie alle hervor, ohne sich an sie zu binden.

 

Formen kommen und gehen.

Was ewig bleibt, ist das DAO.

Was Wirkung hat, ist: Im Einklang zu leben.

 

Bleibt möglicherweise noch anzumerken, daß das DAO sich auch um keinen Ismus schert.